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Minus 40.000 Jahre

»Die Seelen könnten jetzt inkarnieren.«, rief Sananda die anderen Drei zu sich. Und die vier Masterseelen trafen sich an einem neutralen Ort.
»Sie hätten das schon lange gekonnt. Wenn du mich nur hättest machen lassen.« Luzifer trug immer noch nach.
»Hättet ihr meine Menschen in Ruhe sich entwickeln lassen, wäre es schneller gegangen.« Auch Nada zeigte ihre Unzufriedenheit.
»Nun, da wir jetzt alle einer Meinung sind, sollten wir uns an die Arbeit machen.«, versuchte Ahriman auszugleichen. »Wir sollten also die spirituelle Funktionalität für das materielle Inkarnieren installieren.«
»Spiritualität ist mein Gebiet. Und ich hatte genug Zeit, mir Gedanken zu machen.« Sananda zeigte den Anderen sein Konzept.
»Wozu brauchen wir das Alles?«, fragte Luzifer ungeduldig. »Geben wir einfach den Seelen den Weg frei.«
»Es soll die Heilung der Seelen fördern. Soll ihnen dabei dienlich sein.«, entgegnete Sananda. »Sie müssen Mittel zur Heilung haben. Sie brauchen die Fähigkeit, zu erkennen, wo und wie ihre Verletzungen entstanden. Und wenn sie sich dann bewusst sind, wird die Heilung einsetzen.«
»Du hast Recht.«, stimmte Nada zu. »Bewusstwerdung heilt. Ich habe das an meinem eigenen Beispiel erlebt. Mein Schmerz ist weniger geworden. Als ich mir über seine geistige Ursache klar wurde. Und zur Bewusstwerdung gehört ein Bewusstsein.«
»Die Menschen haben bereits ein Bewusstsein.«, warf Ahriman ein.
»Das reicht aber nicht aus.« Sananda entwickelte seine Vorstellung. »Das jetzige Bewusstsein der Menschen erfasst zwar ihre Umwelt. Und es kennt das Ich und das Du und das wir. Aber auf der rein materiellen Ebene. Wir brauchen eine spirituelle Komponente. Etwas, das die Frage Warum? stellen kann. Und wird. Dieses Bewusstsein ist eine Erweiterung. Und, es hat genug Raum in dem Gehirn der Menschen. Wir müssen es so gestalten, das es der Sitz des freien Willens in den Menschen wird. Denn, der freie Wille ist unabdingbar. Auch bei den Menschen. Wie bei uns. Sie sollen die Wahl haben. Heilung oder weitere Verletzung.«
»Warum codieren wir nicht einfach Heilung?«, fragte Ahriman. Er mochte es, wenn die Dinge einem vorgegebenen Verlauf folgten.
»Wir haben die Seelen mit einem freien Willen geschaffen. Und wir sollten diesem Konzept treu bleiben. Denn, die Menschen werden durch den Einzug der Seelen schöpferisch werden.«, entgegnete Sananda. »Ich habe lange darüber nachgedacht. Wir haben die großartige Chance, die schöpferische Kraft und den göttlichen Impuls unmittelbar in die Materie einzuführen. Und damit unseren Auftrag, eine vielfältige, großartige Schöpfung für Gott zu schaffen, zu erfüllen. Auf eine ungeplante, aber wunderbare Weise.«
»Aber auch mit einem nicht unerheblichen Risiko des Scheiterns und der Vernichtung.«, gab Nada zu bedenken. »Wir sollten den Menschen nicht alle schöpferischen Fähigkeiten zugestehen.«
»Dann lasst uns diese Fähigkeiten auf den jeweiligen Menschen begrenzen. Und wenn er sich geheilt hat, sollte er mehr können.« Sananda entwickelte den Gedanken Nadas weiter. Es schien ihm fast wie in den alten Zeiten zu sein. Jeder trug sein Wesen zu einer gemeinsamen Schöpfung bei.
»Gut. Dann schaffen wir ein Bewusstsein. Das das Bewusstsein der Menschen erweitert.«, fasste Ahriman zusammen. »Und, wir schränken die schöpferischen Fähigkeiten der Seele in der Materie ein. Begrenzen sie auf den Menschen und sich selbst.«
»Wir müssen den freien Willen der Seelen beachten.«, ergänzte Sananda. »Sie sollen selbst entscheiden, wie sie ihr Bewusstsein gestalten wollen. Welche ihrer Erfahrungen den Menschen prägen sollen, in dem sie inkarnieren. Sie sollen selbst die Schwerpunkte setzen können. Und sie sollten selbst entscheiden, wo und wann und wie sie inkarnieren. Dies erfordert das Prinzip des freien Willens.«
»Ich halte das für eine unnötige Erschwernis der Heilung.«, warf Luzifer ein. »Die Seelen werden dadurch mehr Zeit brauchen.«
»Mag sein. Aber das grundlegende Prinzip der Schöpfung ist der freie Wille. Und wenn wir die schöpferischen Möglichkeiten nutzen wollen, müssen wir uns an das von Gott vorgegebene Prinzip halten.« Sananda zeigte, dass er hier nicht wirklich diskussionsbereit war. »Bisher haben wir mehr hervorgebracht, als zu erwarten war. Und nur, weil wir Freiheit gaben.«
Luzifer dachte kurz nach. »Du hast Recht. Und wir haben Großartiges geschaffen.«
»Dann lasst uns auch dabei bleiben.« Sananda fuhr fort. »Wir schaffen also jetzt die Möglichkeit für die Seelen, sich ein Bewusstsein zu geben. Das im Menschen die Entscheidungen trifft. Auf der Grundlage der Erfahrungen der Seele.«
Und die Masterseelen installierten die Funktionalität eines Bewusstseins. Als Sitz des freien Willens der Inkarnation. Mit einem Verstand175. Der fähig war, Konzepte zu entwerfen Und den Gefühlen. Als Ort der Intuition. Und als Schnittstelle zu dem Hohen Selbst. Welches der ursprüngliche göttliche Funke ist. Die Keimzelle der Seele. Mit der die Existenz der Seele beginnt. Und auch wieder endet.
Das Bewusstsein176 würde die Richtung, den Weg vorgegeben. Und das Hohe Selbst würde es unterstützen. Indem es seine schöpferischen Fähigkeiten anwandte. Im Sinne des Bewusst-seins. Und durch den Apparat der Gefühle. Mit denen das Hohe Selbst sich zu den Ideen und Konzepten des Verstandes äußert.
Das Bewusstsein würde mit dem Eintritt in die Materie durch die Seele geschaffen werden. Und nach dem Tod des Menschen sich in der Seele wieder auflösen. Teils im Hohen Selbst. Teils im Archiv der Seele.

 

175) In Einheit sein bedeutet für eine Seele, dass sie alle vorhandenen Ressourcen nutzt. Und keine überwindet oder unterdrückt. Und in Einheit sein ist das Ziel der Heilung.

176) Nicht verletzte Seelen handeln aus dem Hohen Selbst heraus. Sie haben kein Bewusstsein im menschlichen Sinne. Deshalb handeln sie auch im Sinne der Einheit. Und folgen den Zielen Gottes. Wieder vereinigte, geheilte Seelen geben ihr Bewusstsein auf. Und handeln mit dem Hohen Selbst.

 

 

 

 

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